Auch eine Textsorte: Visitenkarten

Ich kann es nicht erklären, aber das Thema „Visitenkarten“ macht mir seit Jahren fast so schlechte Laune wie Zahnarzttermine oder Steuererklärungen. Vier- oder fünfmal im Jahr komme ich in die Situation, dass ich eine Visitenkarte benötige. Also fast nie. Aber wenn ich schon mal eine brauche, dann ist es richtig blöd, dass ich keine habe.

Ich möchte, dass sich andere interessieren für mich, für meine Texte – und dann bin ich noch nicht einmal minimal vorbereitet? Immer wieder sagte ich mir: Das musst du DRINGEND ändern. Immer wieder geschah: NICHTS.

Es geschah auch deswegen nichts, weil ich nicht wusste, wo sie herkommen sollten, meine Visitenkarten? Aus dem Automaten? Eher nicht. Selbstmachen? Wie?! Jemanden beauftragen? Von welchem Geld denn?

Eine der tollsten Überraschungen der letzten Zeit liegt für mich darin, dass so vieles schon da ist, dass ich über viel mehr verfüge, als ich gedacht hatte: Ideen, Fertigkeiten, Kontakte, Erfahrungen. Und eben auch Menschen, die Lust haben, etwas zu tauschen oder mir auch einfach zu schenken. So wie Axel Stiehler mir diese tollen Visitenkarten geschenkt hat, die ich jetzt so gerne in der der Hand halte, wie das Heft „Es wäre schön„, das Axel gestaltet, gedruckt und im Logbuchverlag verlegt hat.

Und jetzt? Freue ich mich, wenn ich im Gespräch auch nur in die Nähe einer „Visitenkartentausch-Gelegenheit“ komme …

15 Comments

  1. Liebe Jutta, ja, unbedingt brauche ich eine deiner Karten, bin ja Sammlerin. Nein, bin ich nicht, werde ich aber spätestens mit deiner als Anfangskapital. Die ist wirklich ein Schmuckstück!
    Deine Unwilligkeit die kleinen Karten betreffend kann ich gut nachvollziehen. Menschen, die mich früher mit ihren Kärtchen vollgemüllt haben, waren mir überaus suspekt, selbstverliebt, arrogant, insgesamt nicht vertrauenswürdig! Aber auch ich kann mich seit Kurzem per Karte ausweisen, einer kleinen Scheußlichkeit, von der Berge in meinem Regal verstauben.
    Fast zum Thema: Herzlichen Glückwunsch zum Gewinn des Ideenlotsen-Wettbewerbs! Regina Weber hat auch gewonnen und sie hat mir erzählt, ihr hättet euch gerade kennengelernt. Ich selbst habe die Nette auf einem Wochenendseminar getroffen und werde im Herbst einen Drehbuchkurs bei ihr machen.
    Bremen ist ganz schön klein und ganz schön schön.
    Und dir eine tolle Zeit bei den Lotsen!

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    1. Liebe Sylvia, freut mich sehr, dass wir hier Zeuginnen einer neuen Sammelleidenschaft werden … Und was Regina Weber betrifft: Da bin ich mir sehr sicher, dass dir dieses Seminar auch gute und hilfreiche Anregungen fürs Prosaschreiben liefern wird. Herzliche Grüße!

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  2. das kommt mir sehr bekannt vor, das gehassel um die Visitenkarte … du hast eine tolle Lösung gefunden, oder sie dich und die Karte ist toll!
    Mitfreude und herzliche Grüsse
    Ulli

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  3. Die ist ja man schön, liebe Jutta, was mich nicht wirklich wundert bei dem Urheber. Mir hat ja schon ‚Es wäre schön‘ auch ästhetisch so gut gefallen.
    Diesen Ärger mit den Visitenkarten kenne ich auch, wenn auch andersherum. Meine Firma hat mich immer mit Bergen dieser Dinger versorgt, die mich rein äusserlich immer weniger als Bibliotheksleiter und Research-Fuzzi denn als Autovertreter auswies. Das immerhin ist ein Vorteil meiner inzwischen leider erworbenen Fast-Immobilität: Firmenkarten brauch ich am Onlinearbeitsplatz nicht mehr.
    Aber Deine sind jetzt ja quasi Sammlerobjekte geworden, bekommt man die, wenn man bei den Logbücher was bestellt… wär doch ne Idee.
    Liebe Grüsse
    Kai

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    1. Lieber Kai, „die ist ja man schön“ sagt aber eher ein zugereister Hennefer, oder?! Freut mich wirklich sehr, dass dir Heft und Karte aus Axel Stiehlers Hand so gut gefallen – mir geht es ja ganz genauso! Und deine Frage hat mich auf eine Idee gebracht – ich glaube, die wird dir gefallen … Dauert aber noch ein büsschen 😉

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  4. Auch wenn ich jetzt völlig vom eigentlichen Thema abkomme…
    DIese Fotos… schon habe ich das Gewicht der Druckform in den Händen und die Druckfarbe in der Nase.
    Außerdem: eine sehr gelungene Lösung!
    Sabine

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    1. Liebe Sabine, aber das ist doch das Thema gewesen – eigentlich! Freut mich sehr, dass die Fotos etwas vom Gewicht und Geruch des Druckens erzählen und natürlich auch, dass dich das Ergebnis anspricht! Herzliche Grüße!

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  5. Erst mal musste ich einfach lachen: JR – wer denkt da in meinem Alter nicht an den texanischen Fiesling aus dem Fernsehen der 1980er Jahre? Und dann: toll, dass Du so lange warten konntest, jetzt hast Du eine Art Hauptpreis. Superschön.

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