„Wie ich Schriftstellerin wurde“ – ein Corona-Sonderdruck

„Die Frage, wie ich Schriftstellerin geworden bin, hat mich schon häufig in Verlegenheit gebracht. Ich habe sie und verwandte Fragen (ob ich es immer schon werden wollte, woher ich wusste, dass ich das erforderliche Talent besitze, wie meine Eltern es aufgenommen haben, ob das nicht sehr mutig/tollkühn/riskant gewesen sei) daher meist ausweichend beantwortet. Oder mit einem Scherz. Dass ich keines dieser Kinder gewesen wäre, die im Sandkasten schon Haikus schreiben, habe ich öfter gesagt. Manchmal habe ich darauf hingewiesen, dass in meinem schriftstellerischen Werdegang weder Mut noch Talent eine besondere Rolle gespielt hätten. Aber das hat eigentlich nie jemand richtig ernst genommen. Und ein bisschen seltsam kommt es mir ja bis heute selbst vor, dass aus der bemerkenswert phantasielosen Person, die ich den größten Teil meines Lebens war, eine Schriftstellerin hat werden können.“

So beginnt mein Text „Wie ich Schriftstellerin wurde. Geschichte einer Hochstapelei“, der ein Stück Faden aus dem Stoff ist, aus dem mein Buch über Lebensgeschichtslosigkeit bestehen wird. Seit fünf Jahren schreibe ich an diesem Text, der von Menschen handelt, die aus ganz unterschiedlichen Gründen nicht so wie andere über eine Lebensgeschichte verfügen. Dass ich diesen Faden nun in die Hand nehme, hat einen recht prosaischen Hintergrund: Wie so viele andere bin auch ich von den Auswirkungen der Corona-Krise betroffen. Und weil ich für den einen Fördertopf nicht genug fixe Kosten habe und für den anderen meine Lage noch nicht schwierig genug ist, habe ich mich entschlossen, diesen „Corona-Sonderdruck“ zu veröffentlichen. „Weil es eigentlich eine schöne Geschichte ist und ich diese Rumdruckserei auch leid bin, erzähle ich jetzt also, wie es wirklich war.“

Ich bin in den letzten Wochen immer mal von ganz unterschiedlichen Menschen (auch von Leser:innen dieses Blogs) gefragt worden, wie sie mich unterstützen können. Und nun habe ich eine Antwort: Kauft mir dieses Heft ab. Empfehlt es weiter. Verschenkt es. Auf Wunsch versehe ich es gerne auch mit einer persönlichen Widmung, handsigniert ist jedes Exemplar. Das Heft (16 S.) kostet regulär 12 Euro (plus 2 Euro Versand), bei größeren Bestellungen und für den Buchhandel gibt es natürlich Rabatt. Bestellungen, Fragen, Hinweise bitte an juttareichelt@aol.com.

Und natürlich freue ich mich auch hier im Kommentarfeld über Eure Fragen, Reaktionen oder Eindrücke!

Nachtrag: Das Heft bekommt Ihr in Bremen im Logbuchladen (Walle) in den Buchläden Neustadt, Buntentor und Ostertor und in Zürich im Material (Raum für Buchkultur) und im Buchladen Duplikat.

17 Kommentare

    1. Dieses Heft würde ich sehr gern lesen und weit mehr dafür bezahlen, denn das Porto in die USA wird teuer.

      1. Dein Interesse freut mich sehr und ich würde vorschlagen, wir sehen in dem Heft eine „Broschüre“ und keine „Ware“ – dann wäre es mit keinen zusätzlichen Portokosten verbunden. Schreib mir doch kurz eine Mail mit deiner Adresse an juttareichelt@aol.com, dann klären wir die Details.

  1. Einmal mit Widmung (und Bankverbindung) bitte! Mail mit Adresse folgt.

    Tolle Idee!

    (Aus dem Schreibkurs könntest du auch gern ein Buch machen, ich würde es kaufen.)

    1. Vielen Dank, das freut mich! Und ja, die Idee eines „Alternativen Schreibratgebers“ spukt mir schon länger im Kopf rum und durch das Bloggen ist meine Idee davon tatsächlich nochmal klarer und konkreter geworden. Ich denke, das wird was …

  2. Ach je, diese Kommentarlabyrinthe. Also, ich fasse zusammen: ich hätte gerne einerseits den schon vorhandenen Text und setze mich außerdem auf die Liste der Interessent*innen für das noch nicht vorhandene Buch zum Thema Schreibwerkstatt. jetzt kann man sich eventuell auskennen 🙂

  3. Liebe Jutta, ich möchte das Heft gerne kaufen. Bringst du es mir bitte mit am nächsten Dienstag? Herzliche Grüße von Cordula

Ich freue mich über Kommentare!

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