Schreiben ist immer auch Austausch

Mit dem Schreiben ist das Lesen untrennbar verbunden – und wenn wir es selbst sind, die das von uns Geschriebene lesen. Wiederlesen. Austausch und Auseinandersetzung können also auch ganz ohne eine weitere Person stattfinden. Wenn es eine andere Person ist, die das von uns Geschriebene liest, wird es oft prekär. Zumindest könnte es das werden und deswegen bebt mancher die Stimme, die (vielleicht erstmals) in einer Schreibwerkstatt einen eigenen Text vorliest. Wir sind empfindlich, wenn es um unsere Texte geht und werden manchmal mit ganz widersprüchlichen Reaktionen konfontriert.

Darüber möchte ich schon lange hier einmal schreiben, aber nicht heute! Heute möchte ich schreiben, wie froh mich der Austausch macht, der hier auf dem Blog während meines Urlaubs stattgefunden hat! Wieviel Freude ich an all den Generator-Geschichten habe und dass ich ein bisschen Zeit brauchen werde, um nachzulesen, was sich alles getan hat … Ach ja, und vor allem wollte ich mich bedanken bei allen, die durch ihre Schreibfreude, ihr Interesse, ihre Offenheit und ihren Humor dazu beigetragen haben! (Am liebsten würde ich jetzt mit so einem richtig pathetischen Satz enden, aber dafür müsste ich wohl als Amerikanerin auf die Welt gekommen sein – aber wer mag kann sich ja den Satz denken …)

47 Comments

  1. Es gibt ein gutes Gefühl zu wissen, dass du wieder da bist, Jutta! Wir sind ja doch wie kleine Kinder, die bei allem, was sie (wir) tun, schreien: Mama, guck mal! Und wehe, die Mama guckt nicht hin und vergisst, das Gekrakel zu loben!
    Wünsche dir eine gute Nacherholung! Gerda

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  2. Wenn ich diese Seite aufrufe, steht oben rechts:
    Du folgst diesem Blog, zusammen mit 665 weiteren wunderbaren Menschen. Wenn das noch nicht pathetisch genug ist, schreibt man noch dazu: und alle folgen der wunderbaren Jutta Reichelt.
    Bis dahin noch völlig unamerikanisch! 😉

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  3. Muss mir jetzt verkneifen, ein paar pathetische Worte zu schreiben, so à la „Ohne Dich ist der Generator nur halbmotorig“ oder „Diese Seite lebt durch Deine Seele“ (gell, ich kann gut Pathos?), sondern sag einfach: Ich hoffe, es war schön und entspanndend im Urlaub! Und ich freue mich, Dich hier wieder zu lesen!

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    1. Prächtiger Urlaub mit interessanten Lektüren (da sollte bald auch was drüber zu lesen sein 😉 Worüber ich nicht schreiben werde, was ich aber mit großem Interesse gelesen habe: Anne Enquist „Kontrapunkt“. Passt schön zu deinem kürzlichen Niederlande-Beitrag … Und Bach!

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  4. Herzlich Willkommen auf Deiner Seite.
    Wir waren so frei und haben uns dieser/ deiner Seite bedient. Erst ein bisschen zaghaft, dann aber immer mutiger und freier. Es sind wahrhaftig schöne Ergebnisse erzielt worden. Das Wunderbare an dem Ganzen, an deiner Abwesenheit war, sie haben mit einander gesprochen/ geschrieben. Wertschätzend, anerkennend, aufmunternd, ermutigend und sich auf ihren Seiten besucht.
    Von außen betrachtet sah es so aus, als wenn Freunde einer Idee folgten, aber ihre Sache weiterhin separat vertraten.
    Wenn deine Handlung sich für eine gewisse Zeit – zu entziehen – eine gezielte war, dann hast du ein interessantes Ergebnis zu verbuchen. Wenn es spontan, privat und unabdingbar war, dann kann ich dich nur beglückwünschen.
    Lieben Gruß Monika

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    1. Liebe Monika, vielen Dank – ich habe das sehr ähnlich empfunden und freue mich über deine Zeilen! (Bin jetzt ein wenig in Eile, weil der nächste ganz reale Kurs meine physische Anwesenheit erfordert 😉 Beste Grüße!

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  5. oh ja die eigenen Texte, leigen einem schon sehr am Herzen. Kürzlich habe ich bei einem Geschichtenwettbewerb mitgemacht und keine Bestätigung bekommen das meine Geschichte angekommen ist, ich habe dann mal nachgefragt, immer noch nix, und das fühlt sich so so schlecht grade an, weil es eben das Herzblut ist…das ist wie als hätte ich meine Geschichte ausgesetzt…nicht schön.

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          1. Ja, manchmal erwischt es eine/n so richtig. Und es ist ein „weites Feld“, aber was ich in aller Kürze dazu sagen kann: dass die Zustimmung zu einem Text nicht nur von seiner Qualität abhängt, sondern ob er in der Leserin, dem Leser Resonanzen auslöst. Und darauf haben wir kaum Einfluss … Vielleicht hilft dir der Gedanke ein wenig, das würde mich freuen!

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          2. Ich bin sehr zuversichtlich, dass du dort auf Resonanz stoßen wirst! Ich bin jedenfalls schon gespannt, aber gerade nur eine ganz unzuverlässige Leserin anderer Blogs. Gibst du hier noch einen Hinweis, wenn es soweit ist? Würde mich freuen!

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          3. Ja mache ich 😀 Danke für dein interesse. Und ich wurde dort auch aufgefordert nächstesmal wieder mitzumachen, aber das werd ich wohl nicht…naja ich arbeite grad eh an einem längerem Textprojekt – Danke für den Zuspruch

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  6. Austausch, sich zu lesen. Sich annehmen, die eigene Unsicherheit zu verlieren. Da sind so viele Punkte, die gern übersehen werden möchten, aber nicht übersehen werden. Man stolpert über sich, weil plötzlich eine andere Idee in den Kopf drängt. Dabei war alles gut. So wie es geschrieben war. Oder vielleicht doch nicht?
    Diese Momente der Offenbarung, sind eine Erfahrung, die manches Gleichgewicht ins wanken bringt. Irgendwann wird man mutiger und beginnt seinen Sprachstil zu verändern. Anfangs wundert man sich darüber und fällt oftmals zurück in die alten Verhaltensweisen. Manchmal jedoch, entwickelt sich ein Gefallen daran, dass es weiter ausgebaut wird. Ungeachtet dessen was andere denken.
    Dann erst glaube ich entsteht eine Sicherheit, Die einen ermutigt nicht gekannte Wege zu beschreiten. Vormals erschienen sie unbezwingbar. Die Perspektiven verändern sich. Ein Gefühl der Bestätigung breitet sich wärmend in einem aus. Es tut gut, sehr gut. Dann zittert auch nicht mehr die Stimme.
    Lieben Gruß

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    1. Liebe Monika, vielen Dank für diese emphatische Schilderung! Ich glaube auch, dass es zu den größten Herausforderungen des Schreibprozesses gehört, immer wieder neu zu entscheiden: Wann ist es richtig, unbeirrt den eigenen Weg zu gehen und wann wäre es sinnvoller, kritische Rückmeldungen aufzugreifen … Herzliche Grüße!

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