Jeder (Schulhaus)Roman ist ein neues Abenteuer

Ich habe schon mehrfach auf diesem Blog darüber berichtet, was für ein wunderbares Projekt es ist: Das gemeinsame Schreiben und Entwickeln eines Romans mit einer Schulklasse. Und ich hatte mir vorgenommen, als ich im Herbst 2018 unter dem Titel 42. KW: Ein neuer Schulhausroman entsteht, von dem ersten der nur acht zweistündigen Workshop-Terminen in der Oberschule Sebaldsbrück berichtet habe, ich hatte mir vorgenommen und auch großspurig angekündigt, von jedem dieser Termine zu berichten.
Und nun ist am kommenden Dienstag die feierliche Präsentation der 3 Schulhausromane, die in diesem Jahr in Bremen entstanden sind (zwei, deren Entstehung von Feridun Zaimoglu unterstützt wurde und einer von mir) – und ich muss die guten Vorsätze auf das nächste Mal verschieben.
Aber ich habe mich ja auch mit den Fragen, was ein Schulhausroman ist und wie er entsteht schon einmal beschäftigt und dabei vor allem versucht, einen weit verbreiteten Irrtum auszuräumen – dass es ein Rezept oder einen Ablaufplan gäbe, an den sich alle beteiligten Autor*innen halten. Das Gegenteil ist der Fall: Jeder Schulhausroman ist ein neues Abenteuer. So wie sich die Autor*innen darin unterscheiden, wie sie an ihren eigenen Texten arbeiten, wie detailliert sie den Plot festlegen, bevor sie mit dem Schreiben beginnen, so sehr unterscheiden sie sich auch in ihrer Arbeit mit den Schulklassen. Und zusätzlich passiert dann eigentlich immer auch noch etwas, das alles Pläne umwirft – so ist eben der kreative Prozess.
Ich wollte es zum Beispiel diesmal (ausnahmsweise) mit einer schönen, ordentlichen Planung angehen. Gerade bei einer größeren Gruppe erleichtert es die Arbeit sehr, wenn alle halbwegs wissen, wo die Reise hingehen soll und wer für welche Wegstrecke verantwortlich ist. Aber dann, als wir die Arbeit am Plot gerade beendet hatten – da kam eine Schülerin mit einem Anfang, den sie geschrieben hatte. Ein großartiger Anfang, der manches enthielt, das wir gemeinsam überlegt hatten, aber auch viele andere Ideen. Richtig gute Ideen. So ist es ja oft – die wirklich originellen Ideen entstehen erst beim Schreiben. Und gerade auf sie kommt es doch an …
Und deswegen ist Nico jetzt derjenige, der plötzlich stottert und der unbedingt zurück will nach München, wo er bis vor kurzem gelebt hat. Aber dann steigt er in einen falschen Zug und landet in …
Wer wissen will, wo Nico landet und welche Herausforderungen er und die anderen jugendlichen Helden zu bestehen haben, ist herzlich eingeladen in den Bremer Wallsaal (Stadtbibliothek) am 18. Juni um 18 Uhr. Die Schüler*innen lesen und Richard Reich, der den Schulhausroman erfunden und entwickelt hat, wird eigens aus Zürich anreisen – ich bin mir sicher, es wird eine große Freude!

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