Bitte genau so weitermachen mit den Pingpong-Texten!

Was für ein wunderbares Durcheinander!

Eigentlich wollte ich die bislang entstandenen Texte heute „schnell mal“ in einer Datei zusammenfassen und ausdrucken und dann „irgendwie“ so arrangieren, dass die einzelnen Stränge übersichtlicher zu Tage treten, als das jetzt in dieser Blogkommentar-Struktur möglich ist, aber es sind – und ich freue mich sehr darüber! – zu viele Texte, als dass ich das jetzt gerade schnell mal erledigen kann …

Und deswegen mache ich das in Ruhe in der nächsten Woche und schreibe heute nur, dass Ihr unbedingt und gerne so weitermachen sollt. Super, dass Ihr immer dazu geschrieben habt, auf welchen Text Ihr Euch bezieht. Es macht auch so schon großen Spaß, durch diese Texte lesend zu gleiten …

Also: Alle die Lust haben, sind herzlich eingeladen genau so weiterzumachen – oder auch jetzt noch mit einer kleinen Text-Reaktion einzusteigen!

Und für die, die gar nicht wissen, um was es geht: Hier gehts zu den Pingpong-Texten mit der Möglichkeit des Mitmachen und hier gibt es ein paar erläuternde Hinweise zu der gemeinsamen Schreibaktion.

„Und das war in der Eisdiele?“ Eine Schreibanregung

Ähnlich dem Supermarkt, scheint mir auch die Eisdiele als literarischer Ort vollkommen unterschätzt zu sein. Außer einer sehr schönen Passage in Wilhelm Genazinos „Der Fleck, die Jacke, die Zimmer, der Schmerz“, in der der Ich-Erzähler das „Rialto, das zweitgrößte italienische Café“ betritt, um dann seine Freundin Gesa anzurufen, damit sie „Italien hören“ kann, fällt mir auf Anhieb keine Erwähnung ein.

Das ist umso erstaunlicher, weil sich ja das Café in seiner unbestimmteren Variante wiederum großer Beliebtheit erfreut, was vor allem daran liegt, dass man dort (dem Zugabteil ähnlich) ganz unterschiedliche Menschen sich begegnen lassen kann. Um das Potential eines Ortes schreibend entfalten zu können, kann es hilfreich sein, sich nach Überraschendem umzusehen (was meistens eine gute Idee ist) oder nach Kontrasten. Die große Beliebtheit von Beerdigungsinstituten beispielsweise (kaum eine Romanwerkstatt, in der nicht mindestens ein Text dort angesiedelt ist), lässt sich damit erklären, wie unterschiedlich Menschen mit „dem Tod“ umgehen, je nachdem, ob es ihr Job ist oder ob es sich um eine geliebte Person handelt usw.

Die Überlegung Orte gewissermaßen „gegen den Strich“ zu besetzen, führte zu der aktuellen Schreibanregung: Was könnte sich in einer Eisdiele ereignen, das uns erstaunt nachfragen lässt: „Und das war in der Eisdiele?“ Wer könnte sich dort begegnen, welche Geschichte könnte dort ihren Anfang genommen haben?

Wer Lust hat mitzumachen, schreibt auf, was ihm oder ihr in den Sinn kommt: in das Kommentarfenster oder auf den eigenen Blog, ins Tagebuch oder mir per E-Mail (und ich stelle es hier ein). Ich freue mich auf Eure Ideen und auch auf weitere Eisdielen-Fundstellen!

„Sie wird es endlich versuchen! Heute! Oder spätestens morgen …“ Eine Schreibanregung

Schreibanregungen, so wie ich sie verstehe sind keine „Aufgaben“. Nichts daran ist festgelegt. Das einzige, das zählt, ist die Entstehung eines Schreibimpulses. Manchmal löst schon die Lektüre des Satzes selbst eine Idee oder Vorstellung aus, oft geschieht das aber auch erst über kleinere oder größere „Umwege“:

Vielleicht versucht da gar keine „sie“ etwas, sondern ein „er“ oder ein „ich“? Oder es wird gar nichts versucht, sondern entschieden tatkräftiger etwas „getan“. „Heute wird sie es tun!“ oder auch „Sie wird das nicht tun. Sie wird es auch nicht versuchen.“

Wer könnte etwas tun oder lassen oder versuchen? Endlich oder doch zu früh? Und mit welchem Ergebnis? Aber das spielt vielleicht gar keine Rolle …

Wer Lust hat mitzumachen, schreibt auf, was ihm oder ihr in den Sinn kommt: in das Kommentarfenster oder auf den eigenen Blog, ins Tagebuch oder mir per E-Mail (und ich stelle es hier ein). Ich freue mich auf Eure Ideen!