Anfangen!

1.: Anfangen!

Fast alle Menschen, die ich kenne, würden gerne schreiben. Oder malen. Die dann noch übrig bleiben, würden gern ein Instrument spielen. Eigentlich. Eigentlich würde ich auch gerne schreiben, erzählen mir ständig Menschen, wenn sie erfahren, dass ich Schriftstellerin bin. Nur in Ausnahmefällen frage ich zurück, was sie hindert. Weil ich ein höflicher Mensch bin. Höfliche Menschen fragen auch Raucher, die eigentlich aufhören wollen nicht, warum sie es nicht tun. Wir sind ja alle so. Wollen regelmäßig schwimmen gehen und weniger fernsehen, wollen keine Elektrogeräte mehr auf Standby laufen lassen und nicht nur Krimis lesen. Eigentlich.

Es ist auch kein Problem, wenn nicht alle alles machen, was sie sich je vorgestellt haben, dass sie es vielleicht einmal machen könnten. Im Gegenteil, es ist ein Segen. Und ich möchte auch nicht unterschlagen, dass es mich manchmal ärgert, wenn Menschen sagen: Ach ja, ich wollte auch schon immer mal einen Roman schreiben, als könne jeder schreib- und lesekundige Mensch einen Roman schreiben, wenn er es nur wollte. So wie jeder schreib- und lesekundige Mensch eine Backmischung in einen Kuchen verwandeln kann. Aber darum geht es hier nicht.

Hier geht es um die, die wirklich wollen. Und sich nicht trauen. Und nicht wissen, wie sie anfangen sollen. Oder wie es dann weitergehen könnte – und womit denn eigentlich. Dieser Blog ist für diejenigen, in denen ein großer Schreibwunsch steckt und nur ein kleines Zutrauen. Die gibt es auch und ein paar davon kenne ich. Hin und wieder kommt es nämlich vor, dass so ein Mensch Papier und Herz in beide Hände nimmt und sich zu einem Schreibkurs anmeldet. Hin und wieder kommt es vor, dass Menschen die beglückende Erfahrung machen, dass es gar nicht so schwer ist, das Schreiben und das Malen und dass es vor allem darauf ankommt, damit anzufangen! Eigentlich.

5 Comments

  1. Ich hab schon sehr oft angefangen, und dann hat es wieder aufgehört, weil ich das Gefühl habe da muß vorher mehr Plan sein, was mich wiederrum hindert, weil ich z.B. merke das ich es nicht mag Figuren zu entwickeln…das ist nicht meine Art, vielleicht bin ich eher eine Essayistin (oder wie man das schreibt).. überall diese Regeln wie man was macht und wie nicht…beim letzten Kurs hieß es auch das man nicht in Ich Form erzählt, danach hatte ich dann ne Blockade… und dann versuch ich immer an den Geschichten die ich mag rauszufinden wie Sie geschrieben sind, was nie funktioniert weil ich in die Geschichten eintauche.. yo… na ich werd hier noch ein bisschen stöbern – gefällt mit sehr gut hier und ich habe noch einiges gesehen was mich interessiert. 🙂 Lieben Gruß

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    1. Ich glaube, das ist (leider) so, dass jede/r schreibend ihren, seinen eigenen Weg finden muss. Und das kann eine ganz Weile dauern – bei mir waren es etwa fünfzehn Jahre. Aber ich bin mir sicher, bei manchen geht es auch etwas schneller 😉

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