Als 2015 mein Roman „Wiederholte Verdächtigungen“ erschien, war ich selbst verblüfft, wie unklar mir die „autobiographischen Hintergründe“ dieses Textes, überhaupt meines Schreibens waren – und dabei bin ich doch Expertin in diesem Bereich: Ich kenne die einschlägige Literatur, veranstalte Workshops zum Thema „Meine Geschichte schreibe ich selbst“ und lote auch auf diesem Blog die spezifischen Herausforderungen des „Schreibens über sich selbst“ aus.
Was machen Schriftsteller.innen wenn sie vor einem Rätsel stehen? Sie schreiben. Ich beschloss also, einen Text über die Suche nach den autobiografischen Hintergründen meiner Texte zu beginnen und gewann bald den Eindruck, dass ich mich offenbar seit Jahrzehnten auf eine sehr spezielle Expedition vorbereitet hatte – ohne es zu wissen.
An diesem Abend werde ich erstmals Auszüge aus „Wie ich meine Lebensgeschichte (er)fand“ vorlesen, einem Text, der sich noch im Entstehungsprozess befindet (dazu bald mehr auch hier auf dem Blog).
Nach einer kurzen Pause gibt es die Gelegenheit zu Fragen und Austausch rund um sämtliche Aspekte des autobiographischen Schreibens.

07. April, 19.30 Uhr: Ortsamt Horn-Lehe, Leher Heerstraße 105 -107 (Landhaus Louisenthal, Linie 4 bis Horner Mühle). Der Eintritt kostet 6 Euro, Informationen auch unter http://www.kulturraum-horn-lehe.net.