„Ist das autobiographisch?“Ein Veranstaltungshinweis

Als 2015 mein Roman „Wiederholte Verdächtigungen“ erschien, war ich selbst verblüfft, wie unklar mir die „autobiographischen Hintergründe“ dieses Textes, überhaupt meines Schreibens waren – und dabei bin ich doch Expertin in diesem Bereich: Ich kenne die einschlägige Literatur, veranstalte Workshops zum Thema „Meine Geschichte schreibe ich selbst“ und lote auch auf diesem Blog die spezifischen Herausforderungen des „Schreibens über sich selbst“ aus.
Was machen Schriftsteller.innen wenn sie vor einem Rätsel stehen? Sie schreiben. Ich beschloss also, einen Text über die Suche nach den autobiografischen Hintergründen meiner Texte zu beginnen und gewann bald den Eindruck, dass ich mich offenbar seit Jahrzehnten auf eine sehr spezielle Expedition vorbereitet hatte – ohne es zu wissen.
An diesem Abend werde ich erstmals Auszüge aus „Wie ich meine Lebensgeschichte (er)fand“ vorlesen, einem Text, der sich noch im Entstehungsprozess befindet (dazu bald mehr auch hier auf dem Blog).
Nach einer kurzen Pause gibt es die Gelegenheit zu Fragen und Austausch rund um sämtliche Aspekte des autobiographischen Schreibens.

07. April, 19.30 Uhr: Ortsamt Horn-Lehe, Leher Heerstraße 105 -107 (Landhaus Louisenthal, Linie 4 bis Horner Mühle). Der Eintritt kostet 6 Euro, Informationen auch unter http://www.kulturraum-horn-lehe.net.

10 Comments

    1. Liebe Susanne, ja, das stimmt! Und ich finde auch nicht, dass man dem prinzipiell „nachgehen“ müsste – ganz im Gegenteil. Bei mir war es so, dass mir erst erstaunlich verzögert klar geworden ist, wie sehr das Thema „Über sich (nicht) Auskunft geben können“ mich seit vielen, vielen Jahren umtreibt und dass es Zeit ist, dafür eine Form zu finden. Und ich war selbst überrascht, welchen Geschichte und Herausforderungen ich dabei begegnet bin …

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        1. Es ist, liebe Susanne, wie mit so vielem anderen auch: Alles hat seine Zeit … Und bei mir ist es nun an der Zeit, all die Gedanken und Fragen, Lektüren und Schreibversuche zusammenzubringen – auch, weil ich überzeugt bin, dass es selbst für mich gar nicht in erster Linie um mich geht, sondern um etwas, das über mich, über meine individuelle Geschichte hinausweist. Es gibt so viele Menschen, die aus ganz unterschiedlichen Gründen ihre Geschichte nicht erzählen können: weil sie nicht wissen, was passiert ist oder es wissen, aber nicht verstehen oder es verstehen, aber kein Gehör finden …

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  1. Liebe Jutta ! Bassum, den 23.03.2017
    Also , ich würde mir deswegen keine Sorgen machen , liebe Geschichtenanstifterin 😉
    Ich bin selbst im Hobby-/ Kunstbereich auch öfters in einer solchen Bredroille , na und -alles
    kann man auch nicht wissen und es gibt immer wieder neue Überraschungen und/oder irgent
    welche Problemstellungen – – da geht man drüber weg und macht einfach weiter 🙂 !
    Aber , ich denke , daß hast Du sowieso schon getan . . . (oder etwa nicht :-1)
    Doch , doch Somit verbleibe ich mit freundlichen Grüßen , bis hoffentlich bald
    Der Interbahnhof Frank Gottlieb

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    1. Lieber Frank, vielen Dank für deinen freundlichen Zuspruch – und du liegst mit deinem Eindruck ganz richtig: Die Zeit der Bredouille liegt hinter mir 😉 Herzliche Grüße an den Interbahnhof – falls man so sagt …

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