Einen Roman in einem Monat schreiben?! Der nächste NaNoWriMo startet in wenigen Tagen

Bald geht es wieder los! Am 01. November fällt wie jedes Jahr der Startschuss für eines der ungewöhnlichsten und erfolgreichsten Schreibprojekte weltweit: der „National Novel Writing Month“ (NaNoWriMo) beginnt. Es wäre leicht, sich über das erklärte Ziel dieser Aktion (die mit den Jahren eine veritable Bewegung geworden ist) lustig zu machen. Einen Roman in einem Monat schreiben? Wie vermessen ist das denn?

Aber ich denke gar nicht daran! Schon vor zwei Jahren habe ich hier gerne für diese Kampagne sympathisiert, die keinerlei kommerziellen  Hintergrund hat. Weil ich Menschen kenne, die daran teilnehmen und ganz offensichtlich daraus eine große (Schreib)-Energie beziehen. Weil  ich bei TeilnehmerInnen meiner Kurse erlebt habe, dass es ihnen  unter diesen Umständen eher gelingt, mal richtig „drauflos“ zu schreiben. Weil es für manchen auch einfacher wird, mit dem NaNoWriMo im Rücken dem Schreiben den Raum einzuräumen, der so oft durch Routinen, Familie oder PartnerInnen  gefährdet ist. Und schließlich gefällt mir die Mischung aus Sportsgeist und gegenseitiger Unterstützung, die dieses Projekt durch eine Vielzahl an Möglichkeiten des Austauschs (Foren, lokale Treffen in vielen Städten) bietet. Wer sich davon einen Eindruck verschaffen oder vielleicht auch mitmachen möchte: Hier geht es zur deutschen Seite und hier zur englischsprachigen Originalseite.

Und dann? Was hat man dann davon? Wer es geschafft hat, das Ziel von 50000 Wörtern zu erreichen, der hat sicherlich kein Manuskript, mit dem man auf erfolgreiche Verlagssuche gehen kann, aber die- oder derjenige hat eine erste Version. Und genau die herzustellen, fällt vielen Menschen sehr schwer – auch wenn sie „eigentlich“ wissen, dass ein erster Entwurf nur sehr unvollkommen und unfertig geraten kann und darf, wenn man am Anfang steht. Oft ist es leichter mit einem „unvollkommenen“ Entwurf zu arbeiten, als „nur“ im Kopf daran zu feilen, bzw. das erste Kapitel wieder und wieder zu überarbeiten und mit der Zeit die Lust an der ganzen Sache zu verlieren.

Ist das also für jeden etwas? Nein! Sicherlich nicht! Aber denjenigen, die mitmachen, wünsche ich einen tollen NaNoWriMo!

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