Wer ein Exemplar der „Wiederholten Verdächtigungen“ gewinnen möchte …

KLM_151_LAY_Reichelt.indd… sollte sich sputen, denn die Leserunde bei Lovelybooks, über die ich ja kürzlich bereits berichtet hatte, startet in wenigen Tagen und wer daran teilnehmen und sich um ein kostenloses Leseexemplar „bewerben“ möchte, hat dafür nur noch bis heute 24 Uhr Zeit – und kann das hier machen.

(Und für die, die nicht daran teilnehmen möchten, aber gerne lesen würden und zum Kaufen des Buchs gerade zu klamm sind: Es gibt die „Wiederholten Verdächtigungen“ bereits in relativ vielen Stadtbibliotheken (zumindest als Ebook) – und wer einen „Kaufantrag“ oder „Beschaffungsvorschlag“ stellt, erlebt oft erstaunlich schnelle „Besorgung“ – ist jedenfalls meine Erfahrung hier in Bremen.)

Social reading? LovelyBooks? Ausprobieren!

Ich gebe zu, dass ich im ersten Moment skeptisch war! Die „Wiederholten Verdächtigungen“ bei LovelyBooks? Der führenden Plattform für „Social Reading“? Und was ist das überhaupt genau, „Social Reading“? Ich sehe mich auf der LovelyBooks-Homepage um. Der erste Eindruck lässt meine Skepsis nicht schwinden: An Lovelybooks scheint mir keineswegs nur der Name sehr „mainstreamig“ zu sein.

Nein, das ist wahrscheinlich nichts für mich, denke ich – da schickt mir eine Freundin den passenden Link: „Unter Amateuren“ ist der Titel eines Erfahrungsberichtes von Katharina Lukoschek, veröffentlicht auf dem von mir sehr geschätzten „Litlog“, den Göttinger Studierende der Philologie betreiben.

Und das ist das Fazit: „Worum es in einer Leserunde wie dieser geht, ist also weder die oft behauptete, trotzige Abgrenzung eines literarischen Pöbels gegen den hermetisch abgeschlossenen Intellektualismus einer kleinen Kulturelite, noch ist es das, was manche Forscher und Kritiker als Selbstprofilierung des Nobody bezeichnen. Es ist auch kein Kaffeekranz oder Autorenvoyeurismus. Vielmehr hinterlässt die Leserunde den Eindruck, dass es um die Suche nach Gleichgesinnten geht, mit denen man gemeinschaftlich liest und diskutiert, wenn es nun mal keinen Lesekreis am Wohnort gibt.“

Meine Neugierde gewinnt die Oberhand und ich schaue mich ein weiteres Mal auf LovelyBooks um – und tatsächlich entdecke ich jetzt, auf den zweiten Blick, Autor:innen wie Ulrike Draesener, Gila Lustiger oder Thomas Melle – und begeisterte Teilnehmer:innen an deren „Leserunden“.

Leserunden scheinen das heimliche Herzstück von LovelyBooks zu sein, sie sind digitale „Lesekreise“: Die Teilnehmer:innen einer „Leserunde“ lesen ein Buch und tauschen sich darüber (abschnittsweise) aus. Weil solch echte Büchernärrinnen und -narren ein interessantes (Test)-Publikum sind, freuen sich die Verlage, wenn „Leserunden“ stattfinden und verschenken dafür Lese-Exemplare, die gewinnen kann, wer teilnehmen möchte. Und fragen ihre Autor:innen, ob sie sich vorstellen können, an einer solchen Runde teilzunehmen – und z. B. Fragen zu beantworten. Das kann ich mir nun allerdings sehr gut vorstellen – und deswegen probiere ich es jetzt einfach mal aus!

Wer Lust hat, an „meiner“ Leserunde teilzunehmen, muss sich dafür bei LovelyBooks registrieren (das ist kostenlos und jederzeit widerrufbar) und bereit erklären, am Ende eine kleine Rezension zum Text zu schreiben und (zumindest bei LovelyBooks) online zu stellen – und hat für die „Bewerbung“ um eins von zehn Rezensionsexemplaren Zeit bis zum 26.03.2015.

Natürlich werde ich hier berichten, wie es war. Und vielleicht hat auch jemand von Euch Lust, einen eigenen Eindruck davon zu gewinnen – das würde mich sehr freuen!