Was bedeutet das Schreiben für mich? Wofür bin ich dankbar?

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Neun Fragen waren es, die Ludwig Zeidler (@lz), dessen Blog „text art garage“ ich sehr schätze, mir geschickt hatte. Große Fragen. Bei der ersten Lektüre kamen sie mir zu groß vor. Vielleicht sollte ich absagen? Aber während ich darüber nachdachte, hatte sich ein anderer Teil meines Gehirns bereits an die Arbeit gemacht und die Fragen auf die Reise durch die unterschiedlichen Regionen meiner Gedankenwelt geschickt … Wer die Fragen (die bei diesem Projekt stets individuell zusammengestellt werden) und Antworten lesen möchte, findet sie hier.

Ich bedanke mich für das Interesse – und freue mich wie immer über Anmerkungen oder Nachfragen …

26 Comments

  1. Interessant.
    Dir Frage nach dem nächst liegenden Buch müßte ich immer mit Rechtschreibduden beantworten – Obwohl nie aufgeschlagen.
    Und: warum ist es erwähnenswert oder besser fragenswert ob man noch mit dem Füller schreibt?
    Erich

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    1. Warum die Frage nach dem Füller? Das kann natürlich nur der Fragesteller beantworten … Was ich dazu beitragen kann: Ich bekomme Fragen nach Schreibgeräten oft gestellt. Oder ob ich noch mit der Hand schreibe (Ja. Solange ich Ideen entwickele, Skizzen anfertige. Nicht, wenn das Schreiben dann richtig „losgeht“). Und mir fällt ein Bericht ein, den ich einmal über Marten t’Hart gesehen habe. Der war überzeugt, dass er nur mit einem ganz speziellen Bleistift schreiben könne. Und wieviele Geschichten gibt es von Autoren (gerade fallen mir tatsächlich nur Männer ein), die Schreibmaschinen gehortet haben oder zumindest auf riesigen Vorräten von Farbbändern …

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      1. Ja, die Frage nach dem Schreibgerät taucht bei Schriftstellerinterviews ziemlich oft auf. Darum auch die Frage nach der Frage. Ich persönlich – bei weitem kein Schriftsteller (omG – aber schon gleich gar nicht) – habe eine kleine Sammlung von Schreibgeräten mit dem Zweck erstanden, wunder was (in erster Linie dachte ich an Briefe und Tagebücher) damit zu schreiben. Aber erst als es PCs gab, und da auch viel später, versuchte ich – in ganz kleinem Umfang – meine Gedanken zu Papier (kann man jetzt ja auch nicht mehr sagen) zu bringen.
        Wobei schicke Schreibgeräte (und die Fragen danach 😉 ) immer noch immer eine unwiderstehliche Anziehungskraft ausüben
        LG Erich

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        1. Lieber Erich, ich kenne das von mir und vielen anderen: die Anziehungskraft die „schicke Schreibgeräte“ und die entsprechenden Notizbücher ausüben – und dass sie dann aber geradezu das Gegenteil bewirken und das Schreiben nicht erleichtern, sondern erschweren, u. a. weil das Unvollkommene noch deutlicher wird. Aber bei dir war es nicht so, oder?

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          1. Doch! Ganz genau so. Die schicken Füller und die tollen Moleskine-Notizbücher werden natürlich immer noch aufbewahrt für die irgendwann kommenden, aus heiteren Himmel einfallenden, reinen, einzigartigen und immens wichtigen druckreifen Gedanken – so in der Preisklasse von Lichtenberg etwa. (Aber ich glaube, Notizbücher werden bis ans Ende meiner Tage darauf warten müsse – na, ein paar wurden schon als Einkaufszettelspender verwandt)

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          2. Also bei mir hat es auch ganz schön lange gedauert, bis ich Moleskine-Notizbücher benutzen konnte 😉 Eine Frau aus einem meiner Kurse hat gute Erfahrungen damit gemacht, „Schmierpapier“ zusammenzuheften. Ich selbst kann auch schlichte Schulhefte sehr empfehlen …

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          3. Ich horte einen Schatz von leeren alten Schulheften, die sind viel zu schade für Allerweltsgedanken. 😉 .
            Aber mal im Ernst, mit dem schreiben – wenn man die paar Zeilen so nennen mag – habe ich erst begonnen seit es den (ich bleibe bei „den“) Blog gibt. Notizen mache ich mir mittlerweile auch auf dem PC. Da kann ich wenigsten meine ärgerlichen Flüchtigkeitsfehler korrigieren.
            Aber wenn ich unterwegs bin, ist natürlich Block und Bleistift unabdingbar. Auch wenn fast nie, oder sehr selten,benutzt

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    2. weil im tiefen herzen und mit den sinnen das schreiben mit einem füller / feder eine wenn nicht sogar die schönste form mir scheinen will / mit sicherheit die erotischste / vielleicht geht hier noch darüber eine schwanenfeder.
      ich sage es mal mit per hojholt: dichten ist sinnliches vergnügen erkenntnis und lachen / und mit dem füller / feder mir als augenmensch und zeichenlustfreudigen noch mehr / und hierbei ist es mir unerheblich ob 14 € schreibwerk oder ein dekadenten fingerstock / die feder die feder macht das geräusch und färbt den finger / ich hoffe ich konnte sie mit meiner antwort anregen sich diesem schreibwerk zu nähern. lz.

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      1. Sie haben vollkommen Recht mit ihrem wunderbaren Gedicht, spätesten als Sie die Erotik ins Spiel brachten, hatten Sie mich sowieso.
        Drauf und dran meine Schreibgeräte zu entmotten (sogar ein Gänsefederkiel ist darunter), erhoben meine arthritischen Fingergelenke mahnenden Einspruch.
        Es ist für die geschundenen Knöchelchen doch um einiges leichter und schmerzfreier nur auf eine Tastatur zu tippen, als die Feder über das Papier zu führen. Aber nichtsdestotrotz wird zumindest ein Versuch gewagt, für den Hausgebrauch zunächst.

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  2. Das gefällt mir, ich sitze auch sehr gerne allein am Schreibtisch! Es ist der Ort, an dem ich mich die meiste Zeit aufhalte.
    Zu dem Schreibgerät: Das Verborgene fließt bei mir am besten durch Bleistifte auf Papier. Habe eine ganze Sammlung, und nicht mit jedem funktioniert das Schreiben. Erst zum Ausfeilen geht’s an den Computer.
    Herzliche Grüße nach Bremen!

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    1. Erst heute las ich noch den Tipp (bei Austin Kleon: Alles nur geklaut) sich, wenn der Raum es erlaubt zwei Schreibtische zuzulegen: einen analogen, der dazu einlädt mit unterschiedlichen Stiften, Papieren, Karten usw. zu „spielen“ und einen digitalen an dem dann „fertig gestellt“ wird … Herzliche Grüße zurück!

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  3. liebe jutta, sehr freudigen dank sende ich für deinen diesen edit / und wie du hoffentlich weißt nicht nur für diesen / mag einfach dein eintauchen in die worte und das leben mit den abc formen / danke für deine mühe. lz.

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  4. Liebe Jutta,

    ein wenig, oder sogar mehr hadere ich mit mir. Soll ich, oder soll ich nicht.
    Will ich etwas sagen, oder halte ich lieber meinen Mund.
    Ja, wenn es so einfach wäre, zu schweigen. Ist es nicht. Es ist nicht einfach zu schweigen.
    Nicht zu reden, nicht zu schreiben.
    Wenn ich so Deinen Beiträgen folge, in Deinem Blog. Dann macht es „klick“ in meinem Kopf und ein Gedanken-Karussell beginnt. Es dreht und dreht sich. Wird immer schneller und auf jedem Platz sitzt ein anderer Gedanke.
    Stopp, stopp, höre ich mich fordern.
    Die Gedanken purzeln zu Boden.
    Mir vor meine Füße. Ein ungewolltes Chaos entsteht.
    Arbeit kommt auf mich zu.
    Gedanken – machen – sind Arbeit. Wie jedes „Handwerk“ Arbeit ist.
    Um ein Meister zu sein, bedarf es Übung. Täglicher Übung. Jeder der schreibt, weiß es.
    Darüber braucht keiner reden.
    Nun stelle ich mir anheim, ist das was ich tue meine Leidenschaft. Mein innigster Wunsch.
    Gehe ich sogar soweit mich zu fragen: ist „ Schreiben“ meine große Liebe. Denn wenn es so wäre, wird die meiste Zeit meines Lebens beansprucht sein.
    Zu Recht können dann unsere Freunde, oder Partner sagen, wir sind mit dieser Tätigkeit verheiratet, nicht mit ihnen. Nur um es einmal zu verallgemeinern.
    Zu einer Liebe muss, darf jeder stehen. Sie ist die Erfüllung meines innersten Bedürfnisses. Sie darf mich (uns) bereichern, fordern.
    Schreiben, die Lust der besonderen Art meines (unseren) Geistes. Jedes Mittel (Utensil) wäre mir recht, um den Gedanken ein Gesicht zu geben. Oder Spiegel.

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