Blaumeier oder der Möglichkeitssinn

„Blaumeier oder der Möglichkeitssinn“ ist ein Buch über 22 Menschen, die vor allem eins verbindet: Sie malen oder fotografieren, schreiben oder singen, bauen Masken oder proben für die nächste Theateraufführung im Blaumeier-Atelier, einem inklusiven Kunstprojekt in Bremen, das seit 1986 besteht. Einige der vorgestellten Künstler:innen sind behindert oder sie werden behindert durch offene oder versteckte Diskriminierungen oder von schablonenhaften Vorstellungen und Klischees. So unterschiedlich die Künstler:innen sind, so unterschiedlich sind die Texte und Fotoserien, mit denen sie vorgestellt werden. Manchmal ist die Verbindung zwischen den Persönlichkeiten und den Fotos, den Texten, die von ihnen inspiriert wurden eher lose, manchmal sind es fast klassische Portraits.

Die Schwarzweiß-Fotografien der Blaumeier-Fotografiewerkstatt und die Texte der Bremer Autorin Jutta Reichelt erzählen von großen Auftritten und unerwarteten Wendepunkten, von geheimen Wünschen und verborgenen Talenten und von dem, was möglich ist, wenn Menschen einen Raum finden, in dem sie neue Erfahrungen machen können. Das Blaumeier-Atelier versucht, ein solcher Raum zu sein. Ein Raum, der so inklusiv ist, dass auch Nicht-Behinderte mitmachen können. Ein Raum, der Begegnungen zwischen Menschen ermöglicht, die unterschiedlicher kaum sein könnten – und die zugleich so vieles verbindet …

„Die Textformen sind so individuell wie die vorgestellten Personen selbst, (…) sie nähern sich an, sie stellen Fragen – und geben so, manchmal fast schon beiläufig, den Blick auf Dinge frei, die uns alle angehen, die jeden von uns beschäftigen und umtreiben.“ (Birgit Böllinger, Literaturblog Sätze & Schätze)

„Einfühlsam, frei von Bevormundung und übrigens auch höchst unterhaltsam versammelt das Buch 22 Suchbewegungen, die ganz nebenher Blaumeier auch als Institution vorstellen …“ (Jan-Paul Koopmann, taz) 

„Ich habe das Gefühl, so viel Welt, so viel Kunst, so unterschiedliche Menschen und eine so spannende und erweiternde Sicht auf die Welt kennen gelernt zu haben.“ (Ulrike Ullrich, Zürich)

„Jede einzelne Geschichte steht als kleine literarische Sensation für sich und gleichzeitig fügen sich die Texte mosaikhaft zu einem Bild zusammen.“ (Kerstin Hellwig, Bremen)

„Ihr habt da ein richtiges Meisterwerk geschaffen. Jedes Portrait berührt mich aufs Neue. Ich bin begeistert und wirklich berührt.“ (Anna X., Leipzig)

„So ein schönes, fabelhaft gestaltetes Buch!“ (Annette Rieger, Stuttgart)

Das Buch kann für 24 Euro bei Blaumeier telefonisch (0421-395340) per Email (info@blaumeier.de) oder über den Shop bestellt werden und ist in den meisten Bremer Buchhandlungen erhältlich. Von allen Texten gibt es zudem eine Hörversion, die hier auf der Blaumeier-Homepage kostenlos zugänglich sind. Bis zum 31.01.22 ist eine Ausstellung der Fotos in der Bremer Landesvertretung in Berlin zu sehen, ab dem Frühjahr 2022 wird sie in der Vertretung Bremen in Brüssel zu sehen sein.

Im Sommer 2021 fanden über 20 Lesungen in Kooperation mit Bremer Buchhandlungen und anderen Institutionen statt, zudem waren wir in Kaiserslautern und Mühlheim auf Festivals eingeladen, das Buch vorzustellen. All das war möglich Dank einer großzügigen Förderung des Bremer Senators für Kultur, der darüberhinaus ein „Anschlussprojekt“ mit einem Stipendium für Jutta Reichelt gefördert hat, bei dem die Autorin mit Möglichkeiten experimentierte, die für das Buch geschriebenen Texte in Einfache Sprache zu übertragen.

Anfragen (auch unverbindliche Interessebekundungen) für Lesungen, Ausstellungen oder andere Formate bitte an: Jutta Reichelt (juttareichelt@aol.com) oder Karolin Oesker (karolin.oesker@blaumeier.de)